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Die Wildeshauser Geest mit ihrer ebenen bis leicht welligen Landschaft eignet sich besonders gut zum Radwandern. Gut ausgeschilderte Radwege abseits der viel befahrenen Straßen verbinden Ortschaften und Sehenswürdigkeiten miteinander. So lässt sich die Schönheit der Region besonders intensiv erfahren. Das einheitliche Wegweisungssystem nennt immer den nächsten und den nächstgrößeren Ort mit Angabe der Entfernung und schließt auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit ein. Auf diese Weise kann man sich auch ohne Karte problemlos orientieren. Der Weg ist das Ziel!

Die Wildeshauser Geest entstand vor rund 100.000 Jahren. Die vorletzte Eiszeit, die sogenannte Saale-Vereisung, hat die Grundlage für das heutige Landschaftsbild geschaffen: Die Region wurde durch die Eismassen und den darin mitgeführten Gesteinsschutt überprägt, der Untergrund durch die gewaltige Bewegung der Gletscher gestaucht, geschliffen und teilweise abgehobelt, sodass Hügel und Täler eingeebnet wurden. Gletscher in einer Höhe von bis zu einem Kilometer schoben sich über das Land und transportierten riesige Gesteinsblöcke aus Skandinavien in die Region. So hinterließen sie beim Abschmelzen tonnenschwere Findlinge, aus denen die Menschen bereits vor 5000 Jahren beeindruckende Großsteingräber bauten, die noch heute zu besichtigen sind. Der größte Findling im Naturpark Wildeshauser Geest wiegt 78 Tonnen und hat eine Größe von 6 mal 7 mal 2 Meter!

Durch das Abschmelzen der gewaltigen Gletscher bildeten sich zudem Urstromtäler wie das Huntetal, das heute zu den schönsten Flussniederungen im norddeutschen Raum zählt.

Geest

Der Begriff „Geest“ kommt von dem niederdeutschen Wort „gest“ oder „güst“ und bedeutet „unfruchtbar“. Der sandige und trockene Geestboden ist nicht so fruchtbar wie die feuchtere Marsch, er ist allerdings auch nicht so nährstoffarm wie das Wort vermuten lässt. So findet sich in der Wildeshauser Geest heute eine große Tier- und Pflanzenvielfalt.
Geestlandschaften sind durch Ablagerungen aus den Eiszeiten entstanden und liegen daher insgesamt etwas höher als die Marsch. Aus diesem Grund waren sie auch früher besiedelt - sie boten den Menschen Schutz vor Sturmfluten. Beeindruckende Großsteingräber zeugen noch heute von der frühen Besiedlung der Wildeshauser Geest vor 5000 Jahren.

Moor

Moore entstehen häufig in Senken und Niederungen, in denen sich das Wasser nach der Eisschmelze oder nach Überschwemmungen dauerhaft staut. Feuchtigkeitsliebende Gräser und Moose siedeln sich an, während der einstige Baumbestand abstirbt. Im Laufe der Zeit bildet sich aus diesen abgestorbenen Pflanzenteilen Torf.
Weil Moore sich weder für Ackerbau noch für Viehzucht eigneten und zudem stets als düster und gefährlich galten, blieben sie zunächst über Jahrhunderte unberührt. Erst als steigende Bevölkerungszahlen die Erschließung zusätzlicher Flächen notwendig machten, begann die Trockenlegung vieler Moore. In diesen trocken gelegten Gebieten wurde dann häufig auch Torf abgebaut und als Brennmaterial verwendet.

Das Moor gilt bis heute in vielen Sagen als ein geheimnisumwobener und von Geistern bewohnter Ort. In der Frühzeit wurde es als Sitz heidnischer Gottheiten angesehen, denen Gegenstände, Tiere und möglicherweise sogar Menschen geopfert wurden.

Heide

Die Heide ist genau wie die Geest durch sandigen und eher unfruchtbaren Boden geprägt.  Daran ist allerdings der Mensch nicht ganz unschuldig: Im Mittelalter wurden viele bewaldete Geestflächen gerodet und landwirtschaftlich genutzt. Zurück blieben nährstoffarme und saure Böden, auf denen sich vorwiegend anspruchslose Pflanzen wie Besen- und Glockenheide, Wachholder und Kiefern ansiedelten. In der Zeit von Anfang August bis Ende September, wenn die Heide in Blüte steht, ist diese sonst eher karge Landschaft von den leuchtenden Farben der Heide geprägt und besonders schön anzusehen.

Marsch

Das Schwemmland an der nordwestdeutschen Küste sowie im Einflussgebiet von Tideflüssen wie Weser, Elbe und Ems, wird als „Marsch“ bezeichnet. Die vollkommen flachen Landstriche liegen kaum über, oft sogar unter dem Meeresspiegel. Wo sie nicht durch Deiche geschützt sind, werden sie deshalb regelmäßig überflutet. Auch sonst ist das Marschland so feucht, dass es durch Entwässerungsgräben oder Siele trocken gehalten werden muss, damit es nicht zu einem unbewohnbaren Sumpf wird.
Schlickablagerungen, ein hoher Grundwasserspiegel und ein ausgeglichenes Klima mit wenig Bodenfrost machen den Marschboden besonders nährstoffreich, sodass er sich hervorragend als Weideland, aber auch für den Ackerbau eignet.



Urlaubsjournal 2017/2018

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