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Kühle Geometrie trifft auf verspielte Arrangements

Tibke Vehlies bezeichnet ihren Privatgarten als Oase. Wer von der unscheinbaren Schützenstraße in Hude ihr Grundstück durch das hölzerne Tor betritt, versteht die Namensgebung sofort. Alle Sinne sind auf das 600 Quadratmeter umfassende Garten-Kleinod gerichtet, das zwar an Größe überschaubar, an Vielfalt jedoch reich ist. Eingefasst von dichten Hecken und Büschen entfalten farbenfrohe Beete ihren Reiz. Geschickt angeordnete Gehölze sind ebenso Hingucker wie ungewöhnliche Skulpturen, effektvoll platzierte Ziergegenstände und hübsche Windspiele. Die meisten der dekorativen Dinge haben übrigens keinen festen Platz, sondern sind „wandernde Gegenstände“, wie Tibke Vehlies sagt. Sie wandern mit den Jahreszeiten, dem Schatten der Sträucher im Sommer und dem Fallen der Blätter im Herbst. Tibke Vehlies hat sich einen Garten geschaffen, der zu jeder Jahreszeit Farbe trägt. Im Winter bringen Immergrünpflanzen wie Buchsbaum und Eibe einen kräftigen Ton in die naturgemäß gedämpfte Gartenlandschaft. In den warmen Monaten treten die verschiedenen Stauden und Sträucher in einen stimmigen Dialog, etwa dann, wenn im Spätsommer weiße und rote Blüten auf einander gegenüberliegenden Gartenseiten reifen. Diese harmonischen Farbbeziehungen sind kein Zufall, Tibke Vehlies achtet sehr auf ein stilvolles Miteinander der Gewächse. Im Eingangsbereich fällt zunächst die helle Terrasse mit ihrer kühlen Geometrie ins Auge, später werden die Arrangements verspielter. Ein Blickfang ist der quadratische Brunnen, dessen Plätschern die Alltagsgeräusche übertönt. Selbst an trüben Tagen wirkt dieser Platz lichtgeflutet, lassen Gewächse wie Feige, Olive und Oleander einen Hauch Mittelmeer lebendig werden. Eine schnörkellose, von zwei Amphoren flankierte Holzbank, passt gut in das klar strukturierte Bild.

Vom Rasen lenkt eine Sichtachse den Blick auf eine antik gestaltete Vase. Inmitten üppigen Grüns beherbergt ein hölzerner Baldachin in sattem Taubenblau einen knuffigen Teddybären. Die originelle Ruhebank hat Tibke Vehlies sich aus einem Bausatz gebastelt. Immer wieder stößt der Besucher auf solch einfallsreich gestaltete Sitzecken, auf deren Stühlen und Bänken man mit und gegen die Sonne Platz findet. Hartriegelgewächse, Rosen und Flieder garantieren Sommer- und Herbsteffekte. Am romantischen Naturteich mit Seerosen wachsen geschlitzter Ahorn und Tamariske. Wenige Schritte entfernt liegt die „gelbe Ecke“, in der Rhododendron und Rosen mal sattes, mal zartes Gelb garantieren. Unmittelbar daneben hat sich die phantasievolle Gärtnerin eine kleine, überdachte Oase in der Oase eingerichtet. Unter einem windgeschützten Holzdach stehen gemütliche Korbmöbel. Staudenrosen, gesäumt von Taglilien, bewachen diesen stillen Ort. Im hinteren Bereich verstecken sich grobe Holzfiguren in dichtem Blattwerk, die an die ungestalten Monumente der Osterinseln erinnern. Die originellen Holzgesichter bewachen einen Sitzplatz, der mit einem Ofen ausgestattet ist, um sich auch an sonnenlosen Tagen aufwärmen zu können. Tibke Vehlies hat bewusst jeder Sitzecke eine eigene Aufgabe zugeteilt. So wie die „Frühstücksecke“, die in der hellen Jahreszeit im transparenten Licht der Morgensonne liegt und einen guten Start in den Tag verheißt.

Tibke Vehlies
Schützenstraße 6, 27798 Hude
Telefon 04408 / 8492
Führungen auf Anfrage
Eintritt: 2 Euro
Keine Hunde
Nicht barrierefrei



Urlaubsjournal 2017/2018

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