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Sprudelnde Wasserstellen, süße Weintrauben


Wenn der Spätsommer seine flammenden Farben trägt, wird die Hofeinfahrt zum Landhausgarten von Martina Suhrkamp zum leuchtenden Entree: Eichenzaunpfähle und Feldsteine markieren eine bunte Staudenrabatte, die Wildrose Rosa helenae hat sich mit ihren weißen Blüten bereits im Juli effektvoll in Szene gesetzt. Seit 500 Jahren ist die Familie Suhrkamp in Sandhatten ansässig. Martina Suhrkamp heiratete in den Hof ihres Mannes ein und übernahm vor rund 25 Jahren den Garten ihrer Schwiegermutter, der damals vor allem aus Obstbäumen bestand. Heute stellt die Anlage, die von einem rund hundertjährigen Laubwald umgeben ist, ein zu jeder Jahreszeit sehenswertes Grünland dar, das mit Muße erkundet werden möchte. Dabei sind die Bedingungen zum Gärtnern hier nicht eben optimal. Das Grundstück der Familie, die Bullen- und Schweinemast sowie Ackerbau betreibt, hat als Basis weißen Sand. Doch Martina Suhrkamp hat aus dem nährstoffarmen Boden mit Geduld, Phantasie und gutem Kompost das Beste herausgeholt. Ihre Leidenschaft für die Pflanzenwelt sowie ein großes Maß an Experimentierfreude waren weitere Zutaten, mit denen die Landwirtin auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern ein stimmiges Gesamtbild geschaffen hat, das originelle Nuancen zeigt. Dazu gehören romantische Sitzecken, dekorative Mauern aus Feldsteinen und Wasserbecken aus altem Klinker. An der Eingangseite gedeiht inmitten gestutzten Rasens üppiges Grün: Hier regiert urwüchsige Natur. Ziersträucher, Koniferen und Heckenrosen zeigen, was in ihnen steckt; am Morgen spannt der frühe Nebel sein filigranes Netz zwischen die Gräser. Diese Ecke sei auch im Winter sehr schön, meint die Landwirtin, und sie hat weitere Pläne mit dem Biotop. So möchte sie ein Insektenhotel und ein Moorbeet mit Wollgras und Mispel anlegen. „Geordnete Wildnis“, nennt sie die Fläche, für die das Wort „Experimentierfeld“ doppelt geeignet scheint. Inmitten dieser Urwüchsigkeit recken auf langen Stelen platzierte, verblüffend lebendig wirkende Tonhühner die Hälse. Martina Suhrkamp hat sie in einem Töpferkurs selbst geformt – Hühner schauen auf Hühner, so lautet die Idee, denn das unechte Geflügel blickt zum echten Hühnerstall. Ein Spaziergang an den weiten Rändern des Hauses entlang führt durch den Obstgarten und durch vielfältige Staudenanlagen, vorbei an Wildrosen und Pflanzeninseln mit Sommer- und Herbstblumen, an Buchsbaumhecken, an Clematis Hosta und immer wieder an sprudelnden Wasserstellen. Rose und Geißblatt, Phlox und Echinazea umkränzen den Laubengang zum Wohnhaus. Um das Herbstlaub aus dem Wald abzuhalten, hat Martina Suhrkamp eine natürliche Mauer aus alten Steinen und Totholz geschichtet. Diese Grenze ist nicht nur funktional, sondern auf raue Art schön. An der Rückseite des Hauses ragt eine hölzerne Terrasse über einen großzügigen Teich. Auf diesem rustikalen Deck könne man an heißen Tagen in der Morgensonne frühstücken und dabei die Füße ins Wasser halten, schwärmt die Landwirtin. Wenige Schritte entfernt liegt der kleine Gemüsegarten, in Steinkästen sprießen Kräuter aus der Erde. Es ist die Südseite, Weintrauben ranken die Wand hinauf. Martina Suhrkamp pflückt sie zur Erntezeit. Wie diese norddeutschen Trauben schmecken? Süß natürlich, wie sonst.

Hofgarten Suhrkamp
Martina Suhrkamp
Haferkampstraße 14, 26209 Sandhatten
Telefon 04482 / 928016/17
Führungen auf Anfrage
Parkplätze vorhanden
Behindertengerecht
Auf Wunsch kleines Frühstück oder Kaffeetafel



Urlaubsjournal 2017/2018

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