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Farbe tanken in der blauen Grotte


Die Stauden-Oase zur Feldhorst in Bergedorf wirkt wie eine bunte Palette kleiner Gärten, die sich wie durch eine geheime Formel zu einer stimmigen Einheit fügen. Im Jahr 2003 haben Christa und Heinz Werner Tönjes damit begonnen, aus dem rund 8.000 Quadratmeter großen Areal, das zuvor überwiegend Grasland war, Stück für Stück eine harmonische Gartenanlage zu schaffen. Sie haben nach Farben und Jahreszeiten geplant und entsprechend gepflanzt. Schritt für Schritt hat sich das Paar die verschiedenen Gartenräume erschlossen, von denen jeder einzigartig ist. Ob die „blaue Grotte“ oder das „Feuerbeet“: Die Stauden-Oase, deren Schwerpunkte Stauden und Gräser sind, ist ein virtuos konzipiertes Garten-Kleinod, das immer wieder mit Überraschungen aufwartet. Gäste werden von Christa Tönjes, die seit rund 30 Jahren eine leidenschaftliche Gärtnerin ist, durch die Chronologie der Anlage geführt. Der Spaziergang startet am Vorgarten, der – ebenso wie die Rahmenpflanzung – als erstes angelegt wurde. Gleich am Haus gibt es eine der vielen windgeschützten Sitzecken. Wäre man nicht soeben erst gestartet, würde man sich hier gerne niederlassen. Wer im Herbst kommt und den Blick rückwärts wendet, sieht das tiefe Rot des Efeus am Nebengebäude lodern.

Stauden-Oase zur Feldhorst
Um 1870 wurde das Haupthaus gebaut, das lange ein Bauernhaus war. Noch die Eltern von Heinz Werner Tönjes haben als Landwirte gearbeitet. Mit den Mitteln der Dorferneuerung hat der Sohn das Elternhaus achtsam restauriert. Auch der Garten atmet die lange Geschichte des Ortes. Vorne stehen Spalier-Linden, eine alte Kulturpflanze, die früher nahezu jedes Bauernhaus zierte. Neben dem optischen hatten sie auch einen praktischen Nutzen: Sie sollten die Nässe aus den damals meist unzureichend isolierten Kellern ziehen. Vom Vorgarten geht es rechts am „weißen Garten“ vorbei. Vor allem Rosen setzen hier helle Farbtupfer, während linkerhand Lila die dominierende Farbe ist. Üppige Stauden sorgen für waldartiges Flair. Ein elegant geschwungener Buchenbogen bildet den Eingang zur „blauen Grotte“. Blaublütige Hortensien, Falscher Indigo und blaue Glockenblumen gehören zu jenen Pflanzen, die dieser besonderen Nische den treffenden Namen geben. Wer weiter in den Garten hineingeht, trifft auf Inselbeete, die die Form eines großen „S“ haben und auf Beete, die tropfenförmig angelegt wurden. In langgestreckten Staudenrabatten gedeihen Schatten- und Wassergewächse; der Frauenmantel ist zu sehen und die edle Silberkerze, es gibt Farne und Eisenhut. Im Frühjahr wachsen hier rund 2.000 Narzissen, eine fließende Blütenwelle, die vielfarbig über den Rasen schwappt. An einen Pavillon schmiegen sich Rambler Rosen. Gegenüber liegt der „ruhige Garten“, der mit seinen Buchs-Kugeln und dunklen Blütenstauden ausgesprochen stilvoll wirkt. Da Farbe ein zentrales Thema ist, finden sich in der Stauden-Oase zu jeder Jahreszeit leuchtende Hingucker – „es wird durchgeblüht“, lautet das Motto. Hier zeigt die Natur von Januar bis Dezember, dass sie keineswegs schläft. Hamamelis und Schneeglöckchen, Allium, Phlox und Rosen setzen in den unterschiedlichen Monaten ihre Akzente.

Stauden-Oase zur Feldhorst
In der Nähe des Grillplatzes, hinter dem sich die Weite eines unbebauten Landschaftsschutzgebietes erstreckt, haben Christa und Heinz Werner Tönjes einen mediterranen Bereich gestaltet. Hier präsentiert die Weidenblättrige Birne ihre silbrig schimmernden Blätter, die an den Olivenbaum erinnern. Direkt am Haus beim Kücheneingang hat Christa Tönjes ihren Nutzgarten angelegt. Umrahmt von traditioneller Buchsbaumeinfassung wachsen im Gemüsebeet Kartoffeln, Bohnen, Salat, Möhren, Erbsen und Zwiebeln. Es gibt Beerensträucher, eine leuchtende Blumenrabatte und eine Kräuterspirale. Ein Heidegarten, der vor kurzem entstand, bildet das Finale des kurzweiligen Spaziergangs. Wer den Rundweg zum Ende des Sommers geht, wird von flammenden Herbstfarben verabschiedet.

Stauden-Oase Tönjes
Christa und Heinz Werner Tönjes
Zur Feldhorst 11, 27777 Ganderkesee-Bergedorf
Telefon 04222 / 8279
Führungen nach Absprache



Urlaubsjournal 2017/2018

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