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Grünes Paradies für Entdeckernaturen


Wer das erste Mal den Garten der Familie Krüger in Simmerhausen betritt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit überwältigt sein. Auf rund 8.000 Quadratmetern wurde eine einzigartige Anlage realisiert, die eher Park als Garten ist. Hier werden Entdeckernaturen fündig, erhalten Gestalter Anregungen, kommen Flaneure und Botaniker gleichermaßen auf ihre Kosten. Man habe Gäste gehabt, die sich – ganz erfüllt von den vielen Eindrücken – am Abend verabschiedeten, um gleich am nächsten Morgen erneut vor der Tür zu stehen, erzählen die Krügers. Ihr Garten gilt als hochgehandelter Geheimtipp, der so geheim gar nicht mehr ist: Die Liste der angemeldeten Führungen reicht jeweils bis weit ins kommende Jahr.

Wasser und Steine sind die bevorzugten Themen der Familie, die mit drei Generationen auf ihrem Anwesen wohnt. Es gibt zahlreiche Wasserstellen, darunter drei Fischteiche und einen Schwimmteich. Insgesamt 23 Sitzecken bitten zur Rast, jede ein Refugium der Ruhe, nur das Rauschen und Gurgeln der Brunnen und Bachläufe ist allgegenwärtig. Die Krügers sind Bastler, Pflanzer und Sammler. Sie haben ein Auge für ausrangierte Gegenstände, die gut in ihren Garten passen. Und so finden sich zwischen Rabatten, Stauden und Steinen alte Ackerwagen, zahllose hölzerne Wagenräder, betagtes Handwerksgerät und eine Vielzahl weiterer, liebevoll zusammengesuchter Ziergegenstände, die ein harmonisches Ganzes bilden. Neben einer Zisterne aus Klinker und alten Feldsteinen wurde eine verholzte Wurzel kopfüber in den Rasen gesetzt, jetzt rankt Efeu ihren verwitterten Stamm hinauf. Immer wieder stößt man auf originell inszenierte Natur, die einen ganz eigenen Reiz entfaltet. In einer Kräuterspirale gedeihen Ananas und Curry, Minze und Lavendel. Zur Begrenzung der vielen Beete dienen Findlinge, die man sich von einem guten Freund aus Irland hat mitbringen lassen. Um die Maschen eines Hundezwingers, der nie benutzt wurde, ranken sich Rosen, an der Seite wachsen Kürbis und Kräuter. Rund 700 Rhododendron in zahllosen Farbnuancen schmücken das weitläufige Grundstück. Es gibt Buchsbaum in allen Variationen, von der Hecke über die Kugel bis zur Pyramide. Mammut- und Walnussbäume, Apfel-, Birnen und Zwetschgenbäume, Tulpenbäume sowie ein Kuchenbaum legen im Sommer ihren Schatten auf das Gras. Der Kuchenbaum duftet während seiner Blütezeit nach frischem Gebäck, jede Jahreszeit entzündet in diesem Garten ein Feuerwerk aus Farben und Gerüchen.

Auf dem Rasen hat Karl-Heinz Krüger, der gelernter Dachdecker ist, ein Hochbeet nach eigenen Plänen gestaltet. Er hat alte Dachpfannen und Tonrohre zu einer steinernen Umfassung angeordnet. Zwischen Schindeln und Ziegeln wachsen nun Hortensien, Wolfsmilch und Gräser. Unweit des Schwimmteichs steht ein Backhaus, das die Familie mit alten Feldsteinen nach historischem Vorbild gebaut hat. Hier backen die Krügers Butterkuchen und Brot, das sie größeren Gruppen als Imbiss servieren. Für Hautflügler haben sie zwei Insektenhotels aufgestellt. Etwa 70 selbst gefertigte Nistkästen sind über das Grundstück verteilt, sogar der scheue Eisvogel wurde hier schon gesehen. Am Rasenrand ist ein „Ruinen-Platz“ entstanden, eine Ecke wie aus einem Gemälde der Romantik. Die Steine stammen von einem Gehöft, das abgerissen wurde, die ausrangierten Fenster hat ein Bekannter besorgt. Dann arrangierte die Familie das Material zu einer Nostalgie-Ecke und stellte dort Tisch und Stühle auf. Entstanden ist ein charmanter Rückzugsraum, in dem die Besucher ihre Eindrücke sortieren und sich vortrefflich entspannen können.

Stein- und Wassergarten Krüger
Am Kürk 10, 27243 Prinzhöfte-Simmerhausen
Telefonnr.: 04431 - 2396

Führung nach Anmeldung
Butterkuchen und Brot für größere Gruppen
2 Euro Eintritt
Parkplätze vorhanden
Barrierefrei
Hunde angeleint erlaubt



Urlaubsjournal 2017/2018

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