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Die Lohmühle verdankt ihren Namen der Bezeichnung für Eichenrinde, der Lohe. Die getrocknete und zerkleinerte Rinde wurde zu einem Pulver gemahlen, das in den Wildeshauser Gerbereien als Gerbstoff verwendet wurde, denn Wildeshausen war für sein Lederverarbeitendes Handwerk bekannt.

Erste Erwähnung findet die Lohmühle im Jahr 1556. Später wurde sie auch als Getreidemühle genutzt und um 1900 zudem um eine Sägerei ergänzt. Das alte Wasserrad aus Holz wurde zu dieser Zeit durch ein 22 PS Eisenwasserrad ersetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde hauptsächlich mit elektrischem Antrieb gesägt, weil das Stauwasser nur für etwa zwei Stunden Betriebszeit reichte.
Bis 1960 wurde in der Lohmühle noch Getreide gemahlen, geschrotet und Holz gesägt, dann wurde der Betrieb aufgegeben. Im Jahr 1966 wurde das Staurecht abgegeben und der Mühlteich wurde abgelassen.

Das alte, um 1900 gebaute Wasserrad wurde bis auf die Achse und die 6 Speichenpaare demontiert und das Mauerwerk des alten Sockels stabilisiert. Das neue Wasserrad ist eine Eichenholzkonstruktion, hat wie das alte Rad einen Durchmesser von 5m und besitzt nun 30 anstatt 36 Schaufeln. Da der Lohmühlenbach nicht mehr aufgestaut werden darf, wurde der Schacht für den Zulauf ins Rad um einen Meter vertieft. Die Arbeiten erfolgten schrittweise und wurden im September 2013 beendet. Heute wird die Lohmühle als Wohnraum und als Atelier für Kunsthandwerk genutzt.

Kontakt: Malte Groh, Tel. 04431/5560
Die Lohmühle in Wildeshausen ist Teil der Niedersächsischen Mühlenstraße.



Urlaubsjournal 2017/2018

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