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Hochzeitsgäste - gern gesehen:
Visbeker Braut & Bräutigam

Der Bräutigam war stattlich herausgeputzt, die Braut anmutig, aber todunglücklich. Sie wollte vieles, nur eines nicht: Den Bräutigam heiraten. Als dann der Hochzeitszug zur Visbeker Kirche schritt, hatte die Braut einen Wunsch: Sie wollte mit ihrem Bräutigam und dem Brautwagen zu Stein werden... So erzählt die Sage, wie die Großsteingräber Visbeker Braut und Bräutigam und der steinerne Brautwagen entstanden sein sollen.

Vor mehr als 5.000 Jahren siedelten in der Ahlhorner Heide an der Engelmannsbäke erste Ackerbauern und Viehzüchter, die Angehörige der „Trichterbecher-Kultur“ waren. Sie rodeten Waldstücke und hüteten ihr Vieh auf den so gewonnenen Weiden und im Wald. Ihre Verstorbenen wurden in riesigen Großsteingräbern bestattet, die aus Umfassungssteinen - dem Hünenbett, der Kammer als Begräbnisplatz und dem Hügel, der die Gesamtanlage abdeckt, bestehen. Da die Bauern schon über Ochsen als Zugtiere verfügten, konnten sie die mehrere hundert Zentner schweren Steine über Stämme, die als Rollen dienten, kilometerweit transportieren. Umfassungssteine wurden über Seile in Erdlöcher gewuchtet und aufgerichtet und mit einem Erdwall stabilisiert. Da man schon erste physikalische Gesetze kannte, wurden die schweren Deckplatten auf die Umfassungssteine gehebelt und „gerollt“. Die „Visbeker Braut“, der „Visbeker Bräutigam“, der „Brautwagen“ und der „Heidenopfertisch“ gehören zu den wichtigsten archäologischen Denkmalen in Nordwestdeutschland. Funde aus jener frühbäuerlichen Zeit? Die sind längst verschwunden, die Grabkammern wurden geplündert, die Konstruktionen der Grabkammern verrutschten und Steine wurden abgetragen. Wer in der Ahlhorner Heide in der „klassischen Quadratmeile“ radelt oder wandert, sollte sich die Großsteingräber an der Engelmannsbäke nicht entgehen lassen. Besonders eindrucksvoll der Heidenopfertisch mit seiner riesigen Deckplatte unter dem Schirm einer mächtigen Eiche. Hier sollen den Göttern in der Frühzeit Tiere geopfert worden sein, eine Blutrinne im Stein ist noch sichtbar. Nur einen Steinwurf entfernt der Visbeker Bräutigam und der Brautwagen, alle gut erreichbar, aber tief im Wald gelegen, was die großen Steine zur Zeit der Industrialisierung vor dem Abtransport als Straßenpflaster-Material bewahrte.

Wer allerdings ein komplettes Großsteingrab mit Erdwall, Grabkammer, Decksteinen und Umfassungssteinen genauer erkunden will, kann so ein Wunderwerk frühzeitlicher Baukunst in Kleinkneten besichtigen und sogar betreten.

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